TSV Saxonia

12.01.2015

Bogensport - Schneeflöckchenturnier: Turnschuhträger wurde Zweiter!

Und es begab sich zu der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr, dass der Morgen des 29.12.2014 heranbrach.
Der Verein „Traditioneller WeserBogen“ aus Reileifzen feierte seinen dritten Gründungstag mit einem Schneeflöckchenturnier. Viele Bogenmänner und -frauen zwischen Leine und Weser machten sich auf den Weg der Einladung zu folgen.

Gernot, Martin, Tom, Yannis, Peter
Gernot, Martin, Tom, Yannis, Peter

Am Tag zuvor zeigte das Thermometer minus 6 °C. Wir bereiten uns vor: Lange Unterhosen, Mützen und Handschuhe wurden bereitgelegt. Am Turniertag um 8:00 Uhr morgens rieb sich unser Wirt Sigi verwundert die Augen, als sechs hartgesottene Männer von Saxonia sich aufmachten, um an dem einmaligen Jahresendturnier teilzunehmen. Tom, Peter, Gernot, Yannis und Schorse waren warm angezogen, spezielle Outdoorkleidung, Wandersocken und knöchelhohe Stiefel, denn wir wußten, was uns erwartet – außer Martin. Der kam in Pullover und Turnschuhen, wasserdicht wie er uns versicherte. Wir alle dachten, er trägt dieses flotte Schuhwerk nur für die einstündige Fahrt, um dann vor dem Turnier die „Reifen“ zu wechseln. Weit gefehlt!

Die Reileifzener Bogenfreunde empfingen uns insgesamt 44 Bowhunter mit einem rustikalen leckeren Frühstück. Überall lag Schnee auf feuchtem Laub, kalter eisiger Wind fauchte über das ungeschützte Weserbergland. Um 10:00Uhr krachte ein Startböller, das Turnier war eröffnet. Trotz manch kalter Hände, Ohren und Nasen ging uns das Bogenschießen gut von der Hand, auch als es anfing zu schneien. „Wenigstens kein Regen!“, kam es über unserer kalten Lippen. Martin versemmelte zwar das erste Ziel total, über das zweite bewegliche Ziel reden wir an dieser Stelle auch lieber nicht, aber dann fing er an zu punkten. Zwischen den Zielen, auf den rutschigen Wegen, schlitterte er so unbekümmert dahin, dass er kein einziges Mal hinfiel - anders als der Wald-, Wiesen-, Wetter- und Outdoorerfahrene Autor dieses Artikels.

Der Parcours war abwechslungsreich gesteckt: hoch und runter und hoch und runter, in schwierigem Gelände, zum Teil an Steilhängen, auf breiten Wegen und schmalen Trampelpfaden, im Steinbruch, über Leitern und über offene Bäche. Nah- und Weitschüsse wechselten sich ebenso ab wie Tief- und Hochschüsse, sogar auch mal von einem Hausdach und von einem Pferdesattel. Jedes Mal waren wir neu gefordert uns auf die Entfernungen der 3-D Ziele (Schaumstofftiere) einzustellen. Zwei Ziele hatten wir in der Kälte überlaufen und mußten wieder zurückgehen - für Martin zurück rutschen.

Nach 4 Stunden gab es endlich warme Suppe, Glückpunsch, Steak, Würstchen, Bier, etc., für uns Erschöpfte und Durchgefrorene dringend notwendig. Und dann die Überraschung: zwar hatte Hans Jürgen der Lokalmatador aus Coppenbrügge den ersten Platz errungen, aber dicht gefolgt auf dem zweiten Platz kam unser „Turnschuh Martin“! Wir waren mächtig stolz auf ihn!

Turnschuh-Martin beim Sattel-Rückwärtsschuss
Turnschuh-Martin beim Sattel-Rückwärtsschuss

Am Ende des gelungenen Tages mussten wir Saxonen neidvoll eingestehen, dass wir ein so schönes Gelände, einen so schönen Parcours, nicht vorweisen können. Aber unsere Eilenriede ist ja groß genug, um vielleicht ein kleines Stückchen davon ab zu trennen. Zum Jahreswechsel nimmt man sich traditionell ja immer etwas vor.

Martin Schorse

 
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